Survival: Flusscamp, Fisch, Mate de Coca, Flussquerung

Survival - Die Kunst zu überleben oder "Würmer essen könnt ihr allein…"

Jeder interpretiert das Wort Survival und alle damit in Verbindung stehenden Aktivitäten anders. Der Begriff Survival ist dehnbar wie Gummi. Für den Einen ist es die größte Herausforderung seines Lebens, auf dem Klo sitzend zu merken, dass das Toilettenpapier gerade alle geworden ist. Für den anderen ist es die größte Erfüllung, Regenwürmer fressend, nackt durch den Wald zu gehen. In beiden Fällen haben wir nichts Wesentliches gelernt.

Unserer Meinung nach gibt es zwei Hauptkategorien, in die sich das Thema Survival unterteilen lässt. Da ist zum einen der klassische Notfall. Person X stürzt mit dem Flugzeug auf einer einsamen Insel ab, überlebt natürlich unverletzt, klaut der Stewardess den Tampon und entzündet damit ein Feuer. So oder ähnlich wird ein Notfall sehr medienwirksam in Szene gesetzt. Aber mal ehrlich, keiner wird sich bei einem Autounfall in den Straßengraben setzen, mit dem Feuerbohrer oder Magnesiumstein ein Lagerfeuer entzünden und das Wasser aus dem Straßengraben mit dem selbst gebauten mechanischen Filter entkeimen und trinkbar machen. Nein, wir hier in der Zivilisation nehmen unser Handy und rufen Hilfe herbei.

Warum aber dann überhaupt sich noch mit diesem Thema beschäftigen? Ganz einfach; uns geht es darum, längst verlernte Instinkte zu wecken. Also zu handeln, ohne erst stundenlang darüber zu debattieren - genau wie beim Auto fahren, einfach die Kupplung treten und den nächsten Gang rein. Ziel soll es sein, verschiedene Handlungsweisen klar, systematisch und nachvollziehbar zu erklären. Wir wollen eine Survivalsituation bewusst erleben, um später ohne Anleitung in unserer zivilisierten Welt mit so wenig wie möglich Highendausrüstung aus zukommen. Den Blick für das Wesentliche finden, "Back to the Roots"! Das Thema Reisevorbereitung nimmt dabei ebenfalls eine zentrale Rolle ein.

In den letzten sieben Jahren hatten die beiden Trainer Ilka Sohr und Torsten Roder bei ihren ureigenen Survivalkursen mehr als 500 Teilnehmer aus dem In- und Ausland. Mehr Informationen zu den Trainern unter: www.sohr-roder.de

 

Überlebenstraining in Sachsen - "Würmer essen könnt ihr alleine..."
Überlebenstraining in Sachsen mit Ilka Sohr und Torsten Roder und dem Fernsehteam vom MDR-Biwak – Reportage über den zweitägigen Survival-Grundkurs

Quelle: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK